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LAGEBERICHT
In Österreich hat die BBT SE weiters eine „Ombudsperson“ zur Verfügung gestellt; dabei handelt es sich um
eine erfahrene Fachkraft, an die sich die ansässige Bevölkerung im Projektgebiet mit Fragen oder Beschwerden
wenden kann. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden werden laufend Treffen organisiert,
um über die Auswirkungen durch die Baustellen zu diskutieren.
Nach Erlangung der Zertifizierung des Umweltmanagementsystems gemäß ISO-Norm 14001 wurde im Jahr
2015, in Abstimmung mit der Umweltbeobachtungsstelle in Italien und mit der Ombudsperson in Österreich,
die Verwaltung und Abwicklung der externen Umweltbeschwerden optimiert.
1.4.2 UMWELTSCHUTZMASSNAHMEN
Auf den aktiven Baustellen wurden im Jahr 2015 die in der Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehenen
Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt.
Diese Maßnahmen umfassten in Italien insbesondere:
• den Betrieb von Wasseraufbereitungs- und Drainageanlagen zum Schutze der Oberflächenwässer vor
Verschmutzungen durch Abwässer;
• Maßnahmen gegen Staubemissionen in der Errichtungsphase;
• Maßnahmen gegen Lärmemissionen in der Errichtungsphase;
• den Betrieb von Förderbändern zur Vermeidung von Transportmitteln mit Verbrennungsmotoren und
somit zur Vermeidung von Abgas-, Staub- und Lärmemissionen sowie einer hohen Verkehrsbelastung;
• den Schutz der Baustellenbereiche vor Naturgefahren (Muren und Überschwemmungen, Steinschlag);
• Provisorische Schutzmaßnahmen in den Baustellenbereichen.
Auf österreichischer Seite wurden die dieselben Umweltschutzmaßnahmen ergriffen und entsprechend den
von den für „Wasser-, Wald- und Naturschutz” zuständigen österreichischen Behörden erlassenen Genehmi-
gungen umgesetzt.
Die BBT SE hat generell versucht, die Eingriffe in die Natur und die Auswirkungen auf die Umwelt so gering
wie möglich zu halten. So wurden die Tunnelportale behutsam in die Landschaft eingebettet und die Deponien
nahe der Zufahrtstunnel angesiedelt. In den Nahbereichen der Baustellen wurden neue Nist- und Futterplätze
für die ansässigen Tiere angelegt, um negative Auswirkungen auf die örtliche Fauna zu vermeiden.